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Prozessdesign: Geschäftsprozesse von Grund auf richtig gestalten

Entwicklungsprozesse1 Min Lesezeit

Schlecht gestaltete Prozesse werden durch Digitalisierung nur schneller schlecht. Gutes Prozessdesign beginnt mit dem Verständnis des Zwecks – nicht mit der Automatisierung.

Vier Phasen des Prozessdesigns

Prozessdesign
Prozesszweck, Schritte, Rollen und Messbarkeit
Phase Leitfragen
1. Prozesszweck Was soll der Prozess leisten? Für wen (Kunde)? Was ist der Auslöser (Trigger)? Was ist das Ergebnis (Output)?
2. Prozessschritte Welche Aktivitäten sind nötig? Welche Entscheide (Gateways)? Welche Übergaben zwischen Rollen?
3. Rollen (RACI) Für jeden Schritt: wer ist Responsible (macht es), Accountable (verantwortet es), Consulted (wird einbezogen), Informed (wird informiert)?
4. Messbarkeit Welche KPIs messen, ob der Prozess seinen Zweck erfüllt? Wie werden sie erhoben? Was sind Zielwerte?

Prozessdesign vs. Prozessverbesserung

Prozessdesign (von Null): geeignet wenn bestehende Prozesse fundamental falsch sind oder gänzlich fehlen. Vorgehensweise: Kundenbedarf erfassen; Soll-Prozess neu entwerfen; Ist-Prozess erst nachher dokumentieren. Prozessverbesserung (KVP): geeignet wenn Prozess grundsätzlich funktioniert, aber optimierungswürdig ist. Design von Null ist aufwändiger, aber nachhaltiger als ein verbessertes Legacy-Prozessmonster.

Fazit

Das beste Prozessdesign ist das, das der Kunde nicht merkt – weil der Service einfach reibungslos funktioniert. Prozesse, die sichtbar sind, haben oft Design-Probleme.

Weiterführend: BPMN-Modellierung | Prozessverbesserung

Quellen

  • Hammer, M. & Champy, J. (1993). Reengineering the Corporation. Harper Business.
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