
IT-Governance legt fest, wer in der ICT welche Entscheidungen trifft, wie Entscheide eskaliert werden und wie Verantwortung zugewiesen ist. Ohne klare Governance entstehen teure Koordinationsprobleme und Entscheidungsstaus.
Vier Dimensionen der IT-Governance

| Dimension | Inhalt |
|---|---|
| Governance-Modell | Welche Entscheide werden zentral getroffen? Welche delegiert? Klare Entscheidungsrechte pro Ebene |
| Steering Committee | Zusammensetzung: CIO, CFO, Business-Unit-Leitende; monatlich; Agenda: Portfoliosteuerung, Budget, Risiken |
| RACI-Matrix | Responsible (macht), Accountable (verantwortet), Consulted (beraten), Informed (informiert) – für alle Schlüsselentscheide |
| Governance-Wirksamkeit | Governance muss Entscheide beschleunigen, nicht verlangsamen; Bürokratie vs. Klarheit |
Typische IT-Governance-Entscheide
IT-Prinzipien (Welche Standards gelten?): Steering Committee oder CIO. IT-Architektur (Welche Plattformen?): Enterprise Architecture Board. IT-Investment (Welche Projekte?): Steering Committee. IT-Prioritäten (Was kommt zuerst?): CIO mit Business-Input. IT-Betrieb (Wie wird geliefert?): ICT-Organisation. Schlüssel: Jeder Entscheidungstyp hat einen klaren Owner.
Fazit
Gute IT-Governance schafft Klarheit, nicht Bürokratie. Sie ermöglicht schnellere Entscheide, weil alle wissen, wer zuständig ist – und sie verhindert teure Schaufensterprojekte ohne klaren Verantwortlichen.
Weiterführend: Governance-Bewertung | IT-Projektportfolio
Quellen
- Weill, P. & Ross, J.W. (2004). IT Governance. Harvard Business School Press.


