BPMN (Business Process Model and Notation) ist der internationale Standard für Prozessmodellierung. Wer Prozesse ohne gemeinsame Notation dokumentiert, schafft Interpretationsspielraum und Missverständnisse.
Vier Grundelemente der BPMN-Modellierung

| Element | Inhalt |
|---|---|
| BPMN 2.0 | Business Process Model and Notation; ISO/IEC-Standard; Kernobjekte: Events (Kreise), Activities (Rechtecke), Gateways (Rauten), Flows (Pfeile) |
| Prozessebenen | Strategisch (Prozesslandkarte, sehr abstrakt), Taktisch (Prozessablauf mit Rollen), Operativ (detaillierter Arbeitsablauf für Ausführung) |
| Swim-Lanes | Horizontale oder vertikale Lanes für jede Rolle/Organisationseinheit; zeigt klar wer was tut und Übergaben zwischen Rollen |
| Häufige Fehler | Falsches Detaillierungsniveau; fehlende Swim-Lanes; unklare Gateways; zu viele parallele Pfade; Modelle nie aktualisiert |

Praktische Modellierungsregeln
Je nach Zweck die richtige Detailstufe: Für Stakeholder-Kommunikation: Prozesslandkarte (Level 1, max. 10 Prozesse auf einer Seite). Für Prozessdesign und Rollendefinition: Level 2 (Swim-Lanes mit Hauptschritten). Für Ausführungsanleitung (z.B. für Outsourcing): Level 3 (sehr detailliert). Goldene Regel: Ein BPMN-Diagramm sollte auf einer Seite lesbar und verständlich sein. Wer mehrere A4-Seiten braucht, hat die falsche Ebene gewählt.
Fazit
BPMN ist mächtig – aber nur wenn man die richtige Ebene für den Zweck wählt und Modelle aktuell hält. Veraltete Prozessmodelle sind schlimmer als keine, weil sie Fehlentscheide provozieren.
Weiterführend: Prozessdesign | Prozesskennzahlen
Quellen
- OMG (2014). Business Process Model and Notation (BPMN) Version 2.0.2. Object Management Group.


