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Prozesskennzahlen in der Praxis: Mengen, Zeiten und Qualität richtig messen

Entwicklungsprozesse1 Min Lesezeit

«Was nicht gemessen wird, wird nicht verbessert.» Für ICT-Prozesse bedeutet das: Kennzahlen müssen bewusst ausgewählt, konsequent erhoben und aktiv für Verbesserungsentscheide genutzt werden.

Prozesskennzahlen: Drei Kennzahlenkategorien

Prozesskennzahlen
Mengenkennzahlen, Zeitkennzahlen, Qualitätskennzahlen und Cockpit
Kategorie Kennzahlen Zweck
Mengenkennzahlen Anzahl Incidents, Service Requests, Changes, Problems; Ticket-Volumen pro Kanal Arbeitsvolumen verstehen; Kapazitätsplanung; Trend-Erkennung
Zeitkennzahlen MTTD (Mean Time to Detect), MTTR (Mean Time to Repair), Lösungszeit, Durchlaufzeit, SLA-Einhaltungsquote Prozessgeschwindigkeit; SLA-Compliance; Bottleneck-Identifikation
Qualitätskennzahlen First-Call-Resolution (FCR), Rückfallquote, Kundenzufriedenheit (CSAT, NPS), Fehlerrate Prozessqualität; Kundenperspektive; Verbesserungspotenzial

Fachgrafik mit Mengenkennzahlen, Zeitkennzahlen, Qualitätskennzahlen.
Die Grafik fasst die im Beitrag «Prozesskennzahlen in der Praxis: Mengen, Zeiten und Qualität richtig messen» beschriebenen Zusammenhänge zusammen.

KPI-Cockpit aufbauen

Ein gutes KPI-Cockpit zeigt: aktuelle Werte vs. Zielwerte (Ampelprinzip: Rot/Gelb/Grün). Trends über Zeit (nicht nur Momentaufnahme). Drill-down-Fähigkeit für Ursachenanalyse. Es sollte nicht mehr als 8–10 KPIs auf der Übersichtsebene zeigen. Mehr führt zu Aufmerksamkeitsverlust. Tools: ServiceNow-Reports, Power BI, Grafana, JIRA-Dashboards je nach vorhandener Systemlandschaft.

Fazit

Kennzahlen, die niemand betrachtet, oder die bei Abweichungen keine Massnahmen auslösen, sind wertlos. Der Wert liegt nicht in der Messung selbst, sondern im Management-Dialog, den sie ermöglicht.

Weiterführend: Prozessleistung & Benchmarking | SLAs

Quellen

  • Parmenter, D. (2015). Key Performance Indicators, 3. Auflage. Wiley.
Artikel: