Selbsteinschätzung zeigt die eigene Perspektive. Sie wird durch beobachtbares Feedback, Ergebnisse und Reflexion ergänzt. Eine Differenz zwischen Selbst- und Fremdbild ist ein Untersuchungsanlass, keine objektive Wahrheit.
Selbsteinschätzung und Feedback: Vier mögliche Zugänge
Reflexionsjournal, strukturierte Fragen, 360-Grad-Feedback und psychometrische Instrumente liefern unterschiedliche Informationen. Zweck, Datenschutz, Auswertung und mögliche Folgen müssen vor der Erhebung klar sein.

Persönlichkeitstests kritisch wählen
MBTI und DISC sind populär, ihre Kategorien dürfen aber nicht für Auswahl- oder Eignungsentscheide wie stabile Diagnosen behandelt werden. Verlässlichkeit, Validität und Normierung des konkreten Instruments sind zu prüfen. Rückmeldungen werden in Kontext gesetzt und nicht als Label verwendet.
Der professionelle Umgang umfasst Nachfragen, Muster über mehrere Quellen und kleine Entwicklungsziele. Coaching kann Reflexion begleiten. Führungsstile zeigen die Grenzen einfacher Typologien.
Quellen und Literatur
- Ones, D. S., Viswesvaran, C. & Dilchert, S. (2005). Personality at work. In Evers et al. (Eds.), The Blackwell Handbook of Personnel Selection. Blackwell.


