Kommunikation überträgt nicht bloss Informationen. Wortwahl, Situation, Beziehung und bisherige Erfahrungen beeinflussen, wie eine Aussage verstanden wird. Modelle helfen beim Reflektieren, ersetzen aber keine Rückfrage.
Kommunikationspsychologie: Vier-Seiten-Modell als Heuristik
Schulz von Thun unterscheidet Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung und Appell. «Wir müssen effizienter werden» kann deshalb als Ziel, Drucksignal, Kritik oder Handlungsaufforderung verstanden werden. Diese Deutungen sind Möglichkeiten, keine gleichzeitig nachweisbaren Tatsachen.

Absicht und Wirkung verbinden
Führung erläutert Anlass, bekannte Fakten, Unsicherheit und erwartetes Handeln. Empfängerinnen und Empfänger erhalten Raum für Rückfragen und Widerspruch. Auch Schweigen kann interpretiert werden, besitzt aber nicht unabhängig vom Kontext eine eindeutige Botschaft.
Die Kommunikationsprinzipien vertiefen schwierige Situationen. Gesprächsformen helfen bei der Wahl des Formats.
Quellen und Literatur
- Schulz von Thun, F. (1981). Miteinander reden 1. Rowohlt.
- Watzlawick, P., Beavin, J. H. & Jackson, D. D. (1967). Pragmatics of Human Communication. Norton.


