
Die Stakeholder-Analyse ist das praktische Werkzeug hinter dem Stakeholder-Management. Sie macht sichtbar, wer wann wie eingebunden werden muss – und verhindert teure Überraschungen.
Vier-Schritte-Methodik

| Schritt | Vorgehen |
|---|---|
| 1. Identifizieren | Brainstorming im Team: Wer ist von dem Projekt/der Strategie betroffen? Wer hat Einfluss darauf? Liste vollständig machen |
| 2. Einschätzen | Macht (Einfluss auf Entscheid) und Interesse (Betroffenheit) einschätzen; in Matrix einordnen |
| 3. Strategie | Pro Stakeholder-Gruppe: Ziel (informieren, einbinden, führen, beobachten), Methode, Frequenz, Verantwortliche |
| 4. Überprüfen | Regelmässige Aktualisierung (z.B. alle 4–8 Wochen); Stakeholder-Dynamik verändert sich im Projektverlauf |
Häufige Fehler bei der Stakeholder-Analyse
Zu wenige Stakeholder erfasst (v.a. externe). Analyse einmal gemacht, nie wieder aktualisiert. Nur formale Macht berücksichtigt (informelle Einflussträger vergessen). Analyse gemacht, aber nicht in Kommunikationsplanung überführt. Kritische Stakeholder zu spät identifiziert – dann ist Einbindung aufwändiger.
Fazit
Die Stakeholder-Analyse ist ein lebendiges Dokument, kein Archivstück. Sie sollte zu Beginn jedes Projekts und jeder Strategiearbeit durchgeführt und laufend aktualisiert werden.
Weiterführend: Anspruchsgruppen | Strategieabnahme
Quellen
- Project Management Institute (2021). A Guide to the Project Management Body of Knowledge (PMBOK Guide). PMI.


