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Kostenbasierte Methoden in der ICT: TCO, Prozesskosten und Verrechnung

ICT-Strategie2 Min Lesezeit

Der Anschaffungspreis bildet nur einen Teil der wirtschaftlichen Wirkung einer ICT-Lösung ab. Betrieb, Integration, Schulung, Änderungen, Ausfälle und Ablösung können den Vergleich wesentlich verändern. Ein Kostenmodell schafft Transparenz, wenn Umfang, Zeitraum und Annahmen nachvollziehbar definiert sind.

TCO und ICT-Kosten: Drei getrennte Fragen

Ansatz Frage Typische Anwendung
Total Cost of Ownership Welche direkten und indirekten Kosten entstehen über den betrachteten Lebenszyklus? Variantenvergleich, Beschaffung und Architekturentscheid
Activity-based Costing Welche Aktivitäten beanspruchen Ressourcen und verursachen Kosten? Servicekalkulation und Prozessverbesserung
Showback oder Chargeback Wie werden Kosten den nutzenden Bereichen transparent gezeigt oder verrechnet? Nachfrage- und Kostensteuerung interner Services

Cost Center, Shared Service und Profit Center beschreiben organisatorische beziehungsweise finanzielle Verantwortungsmodelle. Sie sind nicht mit einer bestimmten Verrechnungsmethode gleichzusetzen.

TCO und ICT-Kosten: Fachgrafik mit Total Cost of Ownership, Activity-based Costing, Showback oder Chargeback.
Die Grafik fasst die im Beitrag «Kostenbasierte Methoden in der ICT: TCO, Prozesskosten und Verrechnung» beschriebenen Zusammenhänge zusammen.

Vergleichbarkeit und Steuerungswirkung prüfen

Eine TCO-Rechnung muss denselben Leistungsumfang, Zeithorizont und Risikoumfang vergleichen. Bei Cloud und On-Premises gehören beispielsweise Nutzungsschwankungen, interne Betriebsarbeit, Datenübertragung, Vertragsbindung und Ablösung in die Annahmen. Unsichere Werte sollten als Bandbreite oder Szenario ausgewiesen werden.

Kostentransparenz verbessert Entscheide nicht automatisch. Eine Verrechnung pro Ticket kann etwa die Nachfrage senken, aber auch dazu führen, dass Probleme zu spät gemeldet werden. Das Modell wird deshalb gemeinsam mit Qualitäts- und Nutzenkennzahlen beurteilt.

Der Beitrag zur ICT-Performance verbindet Kosten mit Leistung. Die wertbasierte Strategie ordnet die Perspektive der Anspruchsgruppen ein.

Quellen und Literatur

  • Kaplan, R. S. & Anderson, S. R. (2007). Time-Driven Activity-Based Costing. Harvard Business Press.
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