Die Kraftfeldanalyse sammelt Faktoren, die eine gewünschte Veränderung fördern oder hemmen. Ihr Wert liegt im gemeinsamen Gespräch und in überprüfbaren Hypothesen, nicht in einer scheinpräzisen Punktezahl.
Vorgehen
Ziel und heutige Situation werden konkret beschrieben. Beteiligte sammeln Kräfte aus verschiedenen Perspektiven, prüfen Evidenz und Beziehungen und wählen wenige beeinflussbare Ansatzpunkte. Massnahmen erhalten Verantwortung und einen Überprüfungspunkt.

Bremser und Treiber differenziert behandeln
Das Reduzieren hemmender Kräfte kann weniger Gegendruck erzeugen als das blosse Verstärken von Druck. Daraus folgt keine allgemeine Regel, stets zuerst Bremser zu schwächen. Manche fördernde Kraft, etwa verfügbare Kompetenz, muss aktiv aufgebaut werden. Macht und Interessen dürfen nicht auf «Widerstand» reduziert werden.
Eine Dauer von 30 bis 60 Minuten kann für einen ersten Workshop reichen, ist aber kein Qualitätskriterium. Die Ist-Analyse liefert Befunde. Analysemethoden ergänzen weitere Sichten.
Quellen und Literatur
- Lewin, K. (1943). Forces behind food habits and methods of change. Bulletin of the National Research Council, 108, 35–65.


