Ein PPM-System, das einmal eingeführt wird und dann nicht mehr weiterentwickelt wird, verliert mit der Zeit seinen Wert. Dauerhaft gutes Portfolio-Management braucht kontinuierliche Effizienz- und Qualitätsarbeit.
Vier Effizienz- und Qualitäts-Dimensionen

| Dimension | Massnahmen |
|---|---|
| Effizienz-Hebel | Automatisierung von Status-Reporting; standardisierte Templates; klare Prozessschritte; Beseitigung von Doppelspurigkeiten zwischen PPM und Projektmanagement |
| Qualitätssicherung | Standards für Projektdokumentation (Mindestanforderungen Business Case, Status-Reports); regelmässige Datenqualitäts-Reviews; Peer-Review kritischer Bewertungen |
| Lessons Learned | Erkenntnisse aus abgeschlossenen und gestoppten Projekten systematisch ins Portfolio einbringen; Bewertungsmodelle basierend auf Erfahrung kalibrieren |
| Benchmarking | Interne Best Practices identifizieren; externe Benchmarks nutzen (PMI Pulse of the Profession, Gartner). Konkrete Lücken identifizieren und schliessen |

Lessons-Learned-Prozess für PPM
Am Ende jedes abgeschlossenen Projekts: War die Business-Case-Schätzung realistisch? Welche Risiken sind eingetreten, welche nicht? Hat das Scoring-Modell den tatsächlichen Projektwert gut vorhergesagt? Wurden die erwarteten Vorteile realisiert? Diese Erkenntnisse fliessen in: Anpassung des Scoring-Modells, Aktualisierung der Kosten-/Nutzen-Schätzungsmethodik, Verbesserung der Risikobewertung. Ohne diesen Kreislauf bleibt PPM statisch und verliert Lernfähigkeit.
Fazit
Portfolio-Management-Exzellenz ist kein Zustand – sie ist ein Prozess. Organisationen, die PPM kontinuierlich verbessern, bauen über Zeit einen messbaren Wettbewerbsvorteil in der Projektrealisierung auf.
Weiterführend: Portfolio-Prozess | PPM in ICT-Organisationen
Quellen
- PMI (2021). Pulse of the Profession 2021. Project Management Institute.


