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Hol- und Bringschuld: Kommunikationsverantwortung klar regeln

«Ich dachte, Sie wissen das» und «Ich dachte, Sie sagen mir das» – Informationslücken entstehen, wenn Bring- und Holschuld nicht klar geregelt sind. Beide Seiten tragen Verantwortung.

Bringschuld und Holschuld

Holschuld Bringschuld
Bringschuld, Holschuld, Verantwortung und Klarheit
Typ Wer? Was?
Bringschuld Sender/Wissensträger Relevante Informationen aktiv und zeitgerecht weitergeben
Holschuld Empfänger/Betroffene Benötigte Informationen aktiv einholen

Wann gilt was?

Bringschuld besteht: wenn Information für Entscheidungen oder Handlungen anderer notwendig ist, wenn Schweigen Schaden verursachen kann, wenn eine Informationsasymmetrie besteht (ich weiss etwas, das der andere nicht weiss, aber braucht). Holschuld besteht: wenn Information verfügbar und zugänglich ist, wenn die Person weiss, dass sie etwas braucht. Im Zweifel gilt: lieber zuviel kommunizieren als zu wenig.

Fazit

In ICT-Teams mit vielen impliziten Annahmen entstehen Informationslücken häufig, weil niemand fragt und niemand aktiv informiert. Ein expliziter «Kommunikationsvertrag» im Team schafft Klarheit.

Weiterführend: Hierarchischer Informationsfluss | Kommunikationsprinzipien

Quellen

  • Hargie, O. (2011). Skilled Interpersonal Communication. Routledge.
Artikel:

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