
Die SWOT-Analyse ist eines der meistgenutzten Strategieinstrumente – und eines der häufigsten falsch angewendeten. Richtig eingesetzt ist sie ein mächtiges Instrument zur Strategieableitung.

SWOT: Vier Felder

| Quadrant | Beschreibung | Beispiele ICT |
|---|---|---|
| Stärken (S) | Interne Vorteile und Fähigkeiten | Starkes DevOps-Team, eigene Cloud-Infrastruktur |
| Schwächen (W) | Interne Defizite und Lücken | Hohe technische Schulden, Fachkräftemangel |
| Chancen (O) | Externe Möglichkeiten und Trends | Cloud-Migration, KI-Automatisierung, neue Regulierungen |
| Risiken (T) | Externe Bedrohungen und Risiken | Cyberangriffe, Technologieveralterung, Lieferantenkonzentration |
Von SWOT zu Strategien: TOWS-Matrix
Die TOWS-Matrix kombiniert SWOT-Felder zu konkreten Strategien: SO (Stärken × Chancen): Chancen mit Stärken nutzen. ST (Stärken × Risiken): Stärken einsetzen, um Risiken abzumildern. WO (Schwächen × Chancen): Schwächen durch Chancen überwinden. WT (Schwächen × Risiken): Schwächen minimieren, um Risiken zu vermeiden. Erst die Kombination macht SWOT zu einem Strategieinstrument statt einer Bestandsaufnahme.
Fazit
SWOT ist Ausgangspunkt, kein Ergebnis. Die eigentliche Arbeit liegt in der Ableitung von Stossrichtungen aus der Matrix – und in der ehrlichen Bewertung von Stärken und Schwächen.
Weiterführend: PESTLE-Analyse | Strategieentwicklung
Quellen
- Weihrich, H. (1982). The TOWS matrix. Long Range Planning, 15(2), 54–66.


