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ICT-Führung: vom Dienstleister zur gemeinsamen Verantwortung

ICT-Strategie2 Min Lesezeit

ICT-Führung wird zum Business-Partner, wenn sie Geschäftskontext, Technologie, Betrieb und Risiko in gemeinsame Entscheidungen einbringt. Dafür genügt weder technisches Wissen noch eine neue Sprache. Fachbereiche und ICT tragen die Wirkung digitaler Leistungen gemeinsam.

Vier Entwicklungsfelder

Feld Praktische Ausprägung
Geschäft verstehen Wertschöpfung, Kundschaft, Finanzen, Risiken und operative Engpässe kennen
Technologie übersetzen technische Optionen mit Wirkung, Annahmen, Kosten und Grenzen erklären
Beziehungen führen früh zuhören, Konflikte bearbeiten und Entscheidungen transparent vorbereiten
Lieferfähigkeit sichern Strategie, Architektur, Kompetenzen, Portfolio und Betrieb miteinander verbinden

Eine technische Kennzahl darf nicht künstlich in eine Umsatzwirkung umgerechnet werden. Aussagen wie «30 Prozent kürzere Time-to-Market» brauchen eine belegte Wirkungskette. Wo sie fehlt, werden Unsicherheit und zu prüfende Annahme offen benannt.

ICT-Führung Business-Partner: Fachgrafik mit Geschäft verstehen, Technologie übersetzen, Beziehungen führen, Lieferfähigkeit sichern.
Die Grafik fasst die im Beitrag «ICT-Führung: vom Dienstleister zur gemeinsamen Verantwortung» beschriebenen Zusammenhänge zusammen.

Mitgestalten und widersprechen können

Partnerschaft bedeutet nicht, jede Anforderung umzusetzen. ICT-Führung macht Abhängigkeiten und Risiken sichtbar, schlägt Alternativen vor und übernimmt Verantwortung für getroffene Zusagen. Sie beteiligt sich früh an Strategie und Produktentscheidungen, ohne fachliche Verantwortung an sich zu ziehen.

Die ICT-Organisation schafft passende Strukturen. Das ICT-Controlling verbindet Ressourcen und Wirkung.

Quellen und Literatur

  • Weill, P. & Ross, J. W. (2004). IT Governance. Harvard Business School Press.
  • Peppard, J. (2018). Rethinking the concept of the IS organization. Information Systems Journal, 28(1), 76–103.
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