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Teamrollen nach Meredith Belbin: Neun Rollen für ausgewogene Teams

Meredith Belbins Forschung zeigt: Erfolgreiche Teams zeichnen sich nicht durch individuelle Brillanz aus, sondern durch eine ausgewogene Kombination von Teamrollen. Wer welche Rolle einnimmt, ist wichtiger als wer am klügsten ist.

Die neun Teamrollen nach Belbin.
Die neun Teamrollen nach Belbin.

Neun Belbin-Rollen in drei Gruppen

Belbin Teamrollen
Handlungs-, Wissens- und Kommunikationsrollen
Gruppe Rolle Beitrag Schwäche
Handlungsorientiert Macher (Shaper) Energie, Druck, Antrieb; überwindet Hindernisse Provozierend, reizbar
Umsetzer (Implementer) Zuverlässig, effizient; macht Ideen zu umsetzbaren Plänen Unflexibel, widerstrebend gegenüber Veränderung
Perfektionist (Completer) Gewissenhaft; findet Fehler; liefert pünktlich Besorgt, delegiert ungern
Wissensbezogen Erfinder (Plant) Kreativ, originell; löst schwierige Probleme Ignoriert Details, kommuniziert schwach
Beobachter (Monitor) Strategisch, nüchtern; bewertet Optionen präzise Wenig inspirierend, kritisch
Spezialist (Specialist) Tiefstes Fachwissen in einem Bereich Enges Fokus; übergeordnetes Bild fehlt
Kommunikationsorientiert Koordinator (Coordinator) Reif, selbstsicher; klärt Ziele; delegiert gut Manipulativ, delegiert eigene Arbeit
Teamarbeiter (Teamworker) Kooperativ, diplomatisch; verbessert Kommunikation Unentschlossen in Krisensituationen
Wegbereiter (Resource Investigator) Kontaktfreudig, enthusiastisch; findet externe Ressourcen Zu optimistisch; verliert nach Anfangsbegeisterung Interesse

Führungsimplikation

Teams brauchen nicht alle neun Rollen als separate Personen – Menschen können mehrere Rollen einnehmen. Was Teams brauchen: Rollen-Balance, nicht Rollen-Redundanz. Fehlt z.B. ein «Perfektionist», werden Deliverables unvollständig sein. Fehlt ein «Wegbereiter», bleibt das Team zu intern fokussiert. Führungsaufgabe: Rollen sichtbar machen, Lücken bewusst adressieren (durch Rollenübernahme oder Ergänzung im Team).

Fazit

Belbin gibt Führungskräften ein Vokabular für Teamdynamik. Wer die Stärken und Schwächen jeder Rolle kennt, kann Teams bewusst zusammenstellen und entwickeln.

Weiterführend: Tuckman-Phasen | Rollen im Team

Quellen

  • Belbin, R.M. (1981). Management Teams: Why They Succeed or Fail. Butterworth-Heinemann.
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