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Strategische Entscheidungsfindung im Portfolio-Management

Portfolio-Management2 Min Lesezeit

Portfolio-Entscheide sind die wichtigsten Ressourcen-Allokationsentscheide einer Organisation. Wie sie gefällt werden, bestimmt die strategische Handlungsfähigkeit für Monate oder Jahre.

Vier Entscheidungselemente

Portfolio-Entscheidungsfindung
Portfolio-Review, Entscheidungsgremium, Informationsbasis und Dokumentation
Element Inhalt
Portfolio-Review Regelmässige Entscheidungsrunde (quartalsweise oder bei wesentlichen Änderungen): welche Projekte starten, stoppen, weiterlaufen lassen? «Kill decisions» sind oft die wertvollsten
Steering Committee Entscheidungsgremium mit CIO, CFO, Vertretern der Business Units. Klare Entscheidungsbefugnisse je Eskalationsstufe. Neutralität gegenüber einzelnen Projekten
Informationsbasis Aktuelle Projektdaten (Status, Kosten, Fortschritt), Bewertungsscores, Risikobewertungen. Qualität der Entscheide hängt direkt von Datenqualität ab
Dokumentation Entscheide und ihre Begründungen festhalten; nachvollziehbar machen; Basis für spätere Lessons-Learned und Accountability

Stop-Entscheide: Der schwierigste Teil

Das Stoppen von Projekten ist die häufig vernachlässigte Seite des Portfolio-Managements. Psychologische Hindernisse: Sunk-Cost-Fallacy (wir haben schon so viel investiert). Statusverlust (das Projekt ist mit mir verbunden). Hoffnungsdenken (es wird schon noch besser). Professionelles PPM schafft Strukturen, die diese Hindernisse überwinden: klare Go/No-Go-Kriterien vorab; Trennung von Projektleitung und Entscheidungsgremium; Fokus auf zukünftigen Wert statt vergangene Kosten.

Fazit

Portfolio-Entscheide sind keine rein analytische Übung – sie sind organisationale Machtfragen. Das beste Bewertungssystem nützt nichts, wenn das Steering Committee nicht die Autorität und den Willen hat, konsequent zu entscheiden.

Weiterführend: ICT-Governance im PPM | Bewertungssystem

Quellen

  • Kaplan, R.S. & Norton, D.P. (2008). The Execution Premium. Harvard Business School Press.
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