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Vom Bedarf zum Entscheid: ICT-Budgetprozesse für Projekte

Ein Budgetprozess übersetzt strategische und operative Anforderungen in finanzierte Prioritäten. Er muss sowohl langfristige Verpflichtungen als auch neue Erkenntnisse berücksichtigen und macht Zielkonflikte entscheidbar.

Budgetprozess: Vier Prozessschritte

Schritt Ergebnis
Bedarf und Leitplanken Ziele, Pflichten, finanzielle Rahmenbedingungen und Annahmen
Vorhaben beurteilen Nutzen, Kosten, Risiken, Abhängigkeiten und Alternativen
Portfolio entscheiden priorisierte Auswahl innerhalb von Geld- und Kapazitätsgrenzen
Forecast und Anpassung aktuelle Erwartungen, Abweichungen und geregelte Umschichtung

Ein genehmigtes Budget ist keine automatische Projektfreigabe. Entscheidungsreife, Ressourcen und Risiken können einen zusätzlichen Startentscheid erfordern.

Fachgrafik mit Bedarf und Leitplanken, Vorhaben beurteilen, Portfolio entscheiden, Forecast und Anpassung.
Die Grafik fasst die im Beitrag «Vom Bedarf zum Entscheid: ICT-Budgetprozesse für Projekte» beschriebenen Zusammenhänge zusammen.

Run und Change nicht verwechseln

Die Trennung zwischen laufendem Betrieb und Veränderung schafft Orientierung, ist aber nicht eindeutig. Modernisierung kann Betriebsrisiko reduzieren; produktorientierte Teams verbinden Betrieb und Weiterentwicklung. Die im Ausgangstext genannte Quote von 70 bis 80 Prozent Run und 20 bis 30 Prozent Change ist kein allgemeiner Zielwert.

Wichtiger sind Entwicklung über die Zeit, Leistungsumfang und strategische Wirkung. Das ICT-Budget im Unternehmenskontext ordnet Governance ein. Die PPM-Hauptprozesse vertiefen das Portfolio.

Quellen und Literatur

  • Weill, P. & Ross, J. W. (2004). IT Governance. Harvard Business School Press.
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