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Brainwriting: Stille Ideenfindung ohne Dominanzeffekt

Selbstmanagement1 Min Lesezeit

Klassisches Brainstorming leidet unter einem strukturellen Problem: Laute, selbstsichere Personen dominieren. Brainwriting löst dieses Problem durch stilles, schriftliches Ideensammeln.

Brainwriting vs. Brainstorming

Brainwriting
Schriftlich, Gleichberechtigung, kein Dominanzeffekt, Aufbau
Dimension Brainstorming Brainwriting
Format Mündlich; Zuruf; Protokoll Schriftlich; jeder notiert selbst
Gleichberechtigung Extravertierte bevorzugt Alle gleichwertig; auch Introvertierte
Dominanzeffekt Häufig; erste Idee prägt den Rest Kein Dominanzeffekt
Ideenaufbau Schwierig; Ideen gehen verloren Einfach; fremde Ideen sichtbar zum Aufbauen

Fachgrafik mit Format, Gleichberechtigung, Dominanzeffekt, Ideenaufbau.
Die Grafik veranschaulicht das Thema «schriftliches Ideensammeln» und die im Beitrag beschriebenen Zusammenhänge.

Varianten des Brainwritings

Stilles Brainstorming: Jeder schreibt allein 5 Minuten, dann Ideen vorstellen. Brainwriting-Pool: Blätter auf Tisch; jeder greift ein fremdes Blatt und ergänzt. Methode 635: Strukturierte Version mit 6 Personen, 3 Ideen, 5 Minuten pro Runde. Digitales Brainwriting: Miro, FigJam oder Post-its in virtuellen Räumen.

Fazit

Brainwriting ist kein Ersatz für alle Meetings – aber für Ideengenerierungsphasen ist es dem klassischen Brainstorming in fast jeder Hinsicht überlegen. Besonders in diversen Teams oder bei sensiblen Themen.

Weiterführend: Brainstorming | Methode 635

Quellen

  • Heslin, P.A. (2009). Better than brainstorming? Journal of Occupational and Organizational Psychology, 82(1), 77–88.
Artikel:

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