
Ohne geeignete Methoden und Tools degeneriert Portfolio-Bewertung zu Bauchentscheidungen mit Excel-Verkleidung. Die richtige Werkzeugwahl hängt von Portfoliogrösse, Reifegrad und Ressourcen ab.
Vier Bewertungswerkzeuge

| Tool/Methode | Zweck | Geeignet für |
|---|---|---|
| Scoring-Modell | Strukturierte Punktebewertung nach gewichteten Kriterien; erzeugt Rangfolge | Alle Portfoliogrössen; Standard-Werkzeug; Einstiegspunkt |
| BCG-Matrix (Portfolio-Variante) | Projekte in 4 Quadranten: Stars (hoch/hoch), Cash Cows (reif/stabil), Question Marks (Potenzial/unklar), Dogs (niedrig/niedrig) | Strategische Portfolio-Übersicht; Kommunikation mit Management |
| Bubble-Chart | XY-Diagramm: X=Risiko, Y=Rendite, Blasengrösse=Budget. Jedes Projekt als Blase; Portfolio-Balance auf einen Blick | Visualisierung für Steering Committee; Entscheidungsvorbereitung |
| PPM-Software | Spezialisierte Tools: Planview, Microsoft Project Online, ServiceNow PPM, CA PPM. Integration mit Projektmanagement und Ressourcenplanung | Grosse Portfolios (>20 Projekte); wenn Excel nicht mehr genügt |
Excel vs. PPM-Software: Wann wechseln?
Excel genügt bis ca. 15–20 gleichzeitige Projekte. Grenzen: manuelle Datenerfassung fehleranfällig; kein Echtzeit-Status; schwierige Ressourcenplanung; keine Workflow-Integration. PPM-Software lohnt sich ab: >20 Projekte gleichzeitig; >50 Ressourcen zu koordinieren; monatliche Portfolio-Reviews mit verschiedenen Stakeholdern; Integration mit Finanzplanung nötig.
Fazit
Das beste Tool ist das, das tatsächlich benutzt wird. Ein einfaches, gut gepflegtes Scoring-Modell in Excel schlägt ein aufwändiges PPM-Tool, das niemand aktuell hält.
Weiterführend: NPV, ROI & Payback | Automatisierung & KI
Quellen
- PMI (2013). The Standard for Portfolio Management, 3. Auflage. Project Management Institute.


