Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass eine Organisation fällige Zahlungen leisten kann. Es verbindet Zahlungsplanung, Working Capital, Finanzierung, Reserven und den Umgang mit Unsicherheit.
Vier Aufgaben
| Aufgabe | Inhalt |
|---|---|
| kurzfristige Disposition | erwartete Ein- und Auszahlungen sowie verfügbare Mittel |
| rollierende Planung | mehrere Zeithorizonte, Annahmen und aktualisierte Forecasts |
| Szenarien und Puffer | mögliche Abweichungen, Stresssituationen und Handlungsoptionen |
| Working Capital | Forderungen, Vorräte, Verbindlichkeiten und Geschäftsbedingungen |
Gewinn und Liquidität unterscheiden sich durch Zahlungszeitpunkte, Investitionen, Finanzierung und nicht zahlungswirksame Vorgänge. Beides bleibt für Führung relevant.

Cash Conversion Cycle ausgewogen steuern
Der Cash Conversion Cycle wird häufig als Lagerdauer plus Debitorenlaufzeit minus Kreditorenlaufzeit berechnet. Im Ausgangsbeispiel ergeben 30 plus 45 minus 30 Tage einen Zyklus von 45 Tagen. Die Kennzahl eignet sich vor allem für Geschäftsmodelle mit Vorräten und Warenkrediten.
Eine Verkürzung ist nicht um jeden Preis sinnvoll. Zu tiefe Bestände, aggressive Einforderung oder überlange Lieferantenzahlungen können Risiken verlagern. Die Mittelflussrechnung erklärt vergangene Geldflüsse. Finanzielle Weitsicht verbindet sie mit weiteren Perspektiven.
Quellen und Literatur
- Brealey, R. A., Myers, S. C. & Allen, F. (2020). Principles of Corporate Finance (13th ed.). McGraw-Hill.


